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  • AutorenbildFlorian Hasler

10 Fragen an: Spoontainable

Was ist die Geschäftsidee? Der jährliche pro Kopf Verbrauch an Kunststoff in der Schweiz beträgt 125 Kilogramm – und ist damit drittgrößter Abfallproduzent weltweit. Ein großer Teil davon ist vermeidbar, da er durch verschiedene Einwegprodukte im To-Go Geschäft entsteht, wie eben zum Beispiel Plastiklöffel. Bisher konnte Spoontainable mehr als 6 Millionen Plastiklöffel durch nachhaltige Spoonies ersetzen. Dies entspricht einer Menge von ungefähr 31 Tonnen Plastik. Nachhaltigkeit endet bei Spoontainable aber nicht bei der Rohstoffnutzung. Denn die Vision des Unternehmens ist es, ein ehrlich nachhaltiges Produkt zu produzieren, das für den Endverbraucher einen zusätzlichen Nutzen hat. Auch bei der Produktion, der Logistik, dem Vertrieb und sogar bei Marketingmaterialien achtet Spoontainable auf den ökologischen Fußabdruck. Somit möchte das Unternehmen nicht nur mit gutem Beispiel vorangehen, sondern auch einen positiven Einfluss auf die Umwelt generieren. Produziert wird regional, in Deutschland. Die Inhaltstoffe der Löffel stammen alle aus Europa. Außerdem ist das Unternehmen klimaneutral, da die anfallenden CO2 Emissionen durch ein Umweltprojekt in Zusammenarbeit mit ClimatePartner ausgeglichen werden.

Wie ist die Geschäftsidee entstanden? Im Studium haben sich Amelie und Julia in einer Studierendenorganisation mit Plastikalternativen und umweltfreundlichen Lösungen auseinandergesetzt. Beim Eis essen kam dann die Idee, dass es doch sehr einfach wäre, auch den Löffel mitessen zu können, da auch schon die Waffel gegessen wird. Also haben wir in der WG-Küche angefangen einen Löffelkeks zu backen. Das hat natürlich nicht sofort funktioniert, weshalb zahlreiche Stunden in der Küche herum probiert wurde. Durch die Unterstützung von Lebensmittelexpertinnen kamen wir dann auf die Kakaoschalenfasern, die aus Schalenresten der Kakaobohne gewonnen werden. Da sie als Nebenprodukt der Schokoladenproduktion zurückbleiben, ergaben sie die optimale nachhaltige Ergänzung.

Woher stammt das Startkapital des Startups? Die erste Produktion wurde mit Hilfe einer Crowdfunding Kampagne finanziert. Über die Crowdfunding Plattform startnext.de konnte man unser Startup finanziell unterstützen und im Gegenzug ein Dankeschön in Form eines Produktsamplings erwerben. Seit 2019 vertreibt Spoontainable nun die Spoonies international am Markt und nicht nur die essbaren Löffel wurden seitdem optimiert, auch das Unternehmen ist gewachsen und vergrößert sich stetig.

Womit verdient das Startup Geld? Fokussiert haben wir uns auf den B2B-Markt. Das heißt, wir verkaufen unsere Spoonies und Twirlys an Händler, Eisdielen, Cafés und Dessertanbieter. Unsere Löffel können aber vielseitig eingesetzt werden, zum Beispiel im Catering, für Dessert, Eis, Bubble Waffle oder zum Kaffee-Umrühren. Allerdings bieten wir seit neustem auch unsere Dosen Nachhaltigkeit, also die Spoonie chocs, Spoonie classics und unsere Twirlys in der B2C Verpackung an und haben zudem Spoontainable’s Eiszauber gelauncht. Mit dem Eispulver, ähnlich wie eine Backmischung, kann man kinderleicht sein Schoko-, Erdbeer-, Zimt- oder Vanilleeis Zuhause selber machen.

Wo liegt der USP (Alleinstellungsmerkmal) des Startups? Aus der Wortkombination spoon (englisch: „Löffel“) und sustainable („nachhaltig“) lässt sich der Unternehmens- und Markenname Spoontainable ableiten. Nachhaltigkeit ist nicht nur ein einfacher Name für das Startup. Nachhaltigkeit wird bei Spoontainable auf allen Ebenen umgesetzt. Beginnend bei der Rohstoffbeschaffung nachhaltiger Ressourcen bis hin zum Einsatz von recyceltem Papier der Marketingmaterialien, versucht das Unternehmen Nachhaltigkeit umzusetzen und zu leben. Mit Blogbeiträgen klärt das Unternehmen über Nachhaltigkeit im Alltag auf und wie sich Konsumenten dahingehend verbessern können. „Wir wollen zeigen, wie man mit kleinen Veränderungen des Konsumverhaltens Großes bewirken an. Und wir fangen mit Löffeln an“, erklärt Julia Piechotta. Auch die bei der Produktion und im Vertrieb entstandenen CO2-Emissionen gleicht das Startup mit einem Umweltschutzprogramm in Kooperation mit ClimatePartner aus. Insgesamt konnte Spoontainable bereits mehr als 6 Millionen Plastiklöffel durch die nachhaltigen Spoonies ersetzen und somit ca. 31 Tonnen Plastik einsparen.

Was war die bisher grösste Herausforderung? Eine unserer größten Herausforderungen war die Finanzierung unseres Unternehmens, da wir für den maschinellen Produktionsstart sowie die Produktentwicklung und -optimierung Kapital benötigten. Zudem müssen wir verschiedene Hygiene und Lebensmittelvorschriften berücksichtigen wie beispielsweise die Verpackung. Da wir bei der Gründung noch mitten im Studium steckten, spielte auch das Zeitmanagement eine große Rolle, um Uni, Startup und Nebenjob unter einen Hut zu bekommen. Durch die Covid-19 Pandemie haben sich für uns – wie für alle Unternehmen – ganz neue Herausforderungen gebildet, die wir bisher erfolgreich meistern.

Was war der bisher grösste Erfolg? Spoontainable wurde bereits mit zahlreichen Awards und Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Green Brand Gütesiegel, dem Food Innovation Award und dem Innovationspreis Bioökonomie des Landes Baden-Württemberg. Doch nicht nur in Deutschland ist das Interesse groß und führte 2020 zur bundesweiten Kooperation mit dem Retailer ALDI Nord und ALDI Süd. Spoontainable vertreibt die Spoonies bereits in 12 EU-Ländern sowie 4 weiteren Ländern außerhalb der EU. Insbesondere in Israel und Australien verspürt das Startup eine große Nachfrage und konnte einen Großteil des Umsatzes durch den Export verzeichnen. Denn der Spoonie ist vielmehr als „nur“ ein Eislöffel. Durch die bundesweite Kooperation 2020 mit ALDI Nord und ALDI Süd hat das Startup bewiesen, dass der Spoonie auch ins Convenience Regal gehört. Kombiniert mit einem veganen Pudding aus Lupinen konnte man das Dessert auch unterwegs vernaschen – und das ganz ohne Plastiklöffel.

Was sind die nächsten Schritte? Derzeit arbeitet Spoontainable am Export in die Schweiz, um auch dort den nachhaltigen Genuss von Glace zu ermöglichen. Mit Migros als Partner sind wir bereits vor Ort und möchten nun viele weitere Eisdielen und Cafés in der Schweiz erreichen, um auch dort unsere Löffel als Alternative anzubieten!

Die Schweiz ist ein guter Standort für Startups, weil… Die Schweiz bietet sich für uns als Startup an, weil ebenfalls Wert auf nachhaltigen Konsum gelegt wird. Die Schweizer sind Weltmeister im recyclen und übernehmen damit unseren Leitsatz. Wir möchten nun auch den Glace-Genuss in der Schweiz revolutionieren und nachhaltiger gestalten!

Was kann die Schweiz für Startups besser machen? Wir freuen uns, wenn unser nachhaltiges Produkt auch in der Schweiz Anklang findet und wir alle Plastiklöffel der Schweiz mit unserer Alternative ersetzen können!

ÜBER SPOONTAINABLE Wir von Spoontainable sind ein Startup mit Sitz in Heidelberg, Deutschland. Wir sagen Einweg-Besteck aus Plastik den Kampf an und bieten nachhaltige, vegane Alternativen für Eislöffel und Kaffeerührstäbchen. Unsere Spoonies und Twirlys bestehen aus gerettetem Hafer oder aus geretteten Kakaoschalen, welche Nebenprodukte aus der Getreide- oder Schokoladenindustrie sind. Zusätzlich dazu bieten wir einen veganen Eiszauber zum Selbermachen von Eis an. Gegründet am: 01.01.2018 Firmensitz: Heidelberg, Deutschland Branche: Plastikalternativen im Lebensmittelbereich Die Gründer: Amelie Vermeer und Julia Piechotta Anzahl Mitarbeiter: 12 Website: Spoontainable.com

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