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  • AutorenbildFlorian Hasler

10 Fragen an: BLINK AG

Was ist die Geschäftsidee? Bis auf einzelne Geschäftsbereiche funktioniert die Fahrschule-Branche heute noch ähnlich wie vor 10 oder 20 Jahren: Fahrlehrer sind oft Einzelkämpfer und leben auf Weiterempfehlung von Familie und Freunden. Dadurch ist dieser Beruf in Sachen Digitalisierung und Weiterentwicklung stehen geblieben. Marketing, sprich Online Werbung oder Internetpräsenz, sind wichtiger denn je. Durch mangelndes Know-how und Budget ist es besonders kleinen Fahrschulen nicht mehr möglich, mit den mittelgrossen und grossen regionalen Fahrschulen mitzuhalten. Die Fahrschule BLINK möchte sich nun als grosser Player auf dem Markt behaupten und den kleinen Fahrschulen ermöglichen, Anschluss bei einem guten Arbeitgeber zu finden. Dabei liegt der Fokus auf Digitalisierung der Geschäftsprozesse und einem schweizweiten Marketingkonzept.

Durch das Schwesterunternehmen nohe Schweiz, dem grössten Anbieter für Erste Hilfe Kurse, besteht bereits eine Schülerbasis und ein Vertrauen auf dem Markt.

Wie ist die Geschäftsidee entstanden? Durch die hohe Nachfrage bei der nohe Schweiz wurde die Idee nach einer Fahrschule von den Gründern mehrmals diskutiert. Zuerst wollte man durch Partnerschaften die Nachfrage decken. Allerdings haben wurde schnell bemerkt, dass die Kooperationen mit Fahrschulen aufgrund mangelnder Innovation und Wirtschaftlichkeit nicht möglich war. Nach einer umfangreichen Marktanalyse- und Strategie wurde BLINK ins Leben gerufen.

Woher stammt das Startkapital des Startups? Eigenkapital von den Gründern und Inhabern.

Womit verdient das Startup Geld? Im Moment beschränken sich die Einnahmen auf das klassische Fahrschulangebot an mehreren Standorten (u. a. Bern, Aarau und Zürich): Fahrstunden, Verkehrskunde Unterricht (VKU) und Motorradgrundkursen.

Wo liegt der USP (Alleinstellungsmerkmal) des Startups? Digitalisierung und neuer Ausbildungsfokus. Nebst Digitalisierung einiger Geschäftsprozesse, die u.a. die Zusammenarbeit und Transparenz zwischen FahrschülerInnen und Fahrlehrer fördern sollen, verlagern wir hinsichtlich der Gesetzesanpassung per 01.01.2021 die Ausbildungsart. Per 2021 müssen FahrschülerInnen mind. ein Jahr im Besitz des Lernfahrausweises sein. D.h. es wird vermutlich zu mehr Privatfahrstunden kommen. Wir möchten diese Gelegenheit nutzen und unsere Fahrzeugflotte den Schülern per App als Mietauto zugänglich machen. So kriegen die Fahrschüler nicht nur Fahrzeuginformationen per App, sondern sind durch die Zusatzpedale auch sicher im Verkehr unterwegs. Die Beifahrer (oft Elternteil) erhalten ebenfalls Lernmaterial in der App angezeigt. Damit sollen Privatfahrstunden effizienter werden, sodass der Fahrschüler weniger Fahrstunden beim Fahrlehrer benötigt.

Was war die bisher grösste Herausforderung? Sämtliche Prozesse zu digitalisieren, ohne bereits auf dem Markt zu sein. Einerseits ist es schwierig, die Prozesse zu abstrahieren und andererseits ist so eine Entwicklung sehr kostenintensiv.

Was war der bisher grösste Erfolg? Als wir die ersten Fahrzeuge beschriftet vor uns hatten. Dies fühlte sich wie der erste Meilenstein an.

Was sind die nächsten Schritte? Einige Arbeiten, vor allem die Programmierung diverser Apps und Software, laufen nach wie vor und werden uns noch eine Weile beschäftigen. Da die BLINK seit rund zwei Monaten auf dem Markt ist, sind nun Marketingarbeiten und -analysen unser Alltag.

Die Schweiz ist ein guter Standort für Startups, weil… Unsere Schweiz ist klein und überschaubar. Viele sehen das als Nachteil. Wir sehen das jedoch als Chance. Man hat schnell ein Produkt skaliert und kann sich dann auf neue Produkte konzentrieren, die das Kernangebot unterstützen. Zudem ist es finanzstark. Nicht nur, dass genug Geldressourcen vorhanden sind, sondern auch die Mentalität der Leute: Es geht nicht immer nur um das günstigste Angebot. Der/Die Schweizer/in legt Wert auf Qualität und Nachhaltigkeit.

Was kann die Schweiz für Startups besser machen? Schweizer/innen sehnen sich nach Sicherheit und sind dadurch weniger risikobereit. Die Schweiz ist ein finanzstarkes Land und sollte junge Menschen dazu ermutigen und die Mittel zur Verfügung stellen, Start-ups zu gründen. Ein vorangehendes Beispiel ist für mich das Programm be-advanced.ch des Kantons Kanton Bern.

Über Blink AG

Die Blink AG ist eine neue Fahrschule aus Bern. Durch Digitalisierung möchte sich das Unternehmen neue Chancen zu Nutze machen und sich so auf dem gesamten Schweizer Markt behaupten. Ebenso möchte sich die BLINK als neuer und moderner Arbeitgeber auf dem Markt etablieren, wie es bis anhin nicht möglich war. Durch Partnerschaften aus dem Schwesterunternehmen nohe Schweiz besteht bereits eine grosse Kundenbasis.

Gegründet am: 03.04.2020 Firmensitz: Bern Branche: Fahrschulen Die Gründer: Arben Lekaj (31), Tobias Schmoker (29), Christian Hofer (31) -> Alle Gründer und Inhaber Anzahl Mitarbeiter: Büro 3, Fahrlehrer 4, Entwickler 3 Website: www.blinkdrive.ch

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